Internet beeinflusst Computerspielemarkt

Computerspiele waren lange Zeit nur auf Datenträgern verfügbar. Sie mussten im Fachhandel erworben werden und der Nutzer musste sie schließlich auf dem heimischen Computer installieren. Kaum jemand hätte sich wahrscheinlich ausmalen lassen, dass mit der Entwicklung des Internets all das schon nach wenigen Jahren der Vergangenheit angehören sollte. Das Internet wurde zunächst nur für den Austausch von Informationen auf Textbasis genutzt. Die E-Mail galt als revolutionärer Durchbruch und ermöglichte einen bisher noch niemals dagewesenen schnellen Austausch von Textinformation. Mit den schneller werdenden Internetverbindungen und dem Aufkommen der ersten Internetbrowser ist es schließlich möglich geworden, auch Bild- und Videodateien auszutauschen. Fast alle Media können heute problemlos über das Internet heruntergeladen werden – DSL und andere schnelle Datenverbindungen machen es möglich. Auch an der Spielindustrie ging diese Entwicklung des Internets nicht spurlos vorbei. Spiele können heute nicht nur über das Internet heruntergeladen und erworben werden sondern sogar in Form von Browsergames oder Flashgames direkt am Computer gespielt werden. Die Spielformen, die online gespielt werden, werden zunehmend größer und komplexer. Da die meisten Seiten, die Browser- und Flashgames anbieten, ihr Angebot über Werbeeinblendungen, z.B. in Form von Bannerwerbung, finanzieren, bleibt das eigentliche Spiel für den Nutzer kostenfrei. Eine für die großen Spielehersteller beunruhigende Entwicklung, denn für sie gilt es, neue Anreize zu schaffen, die die Spielgemeinde dazu bewegt, die neusten Spielentwicklungen noch immer für Geld kaufen zu wollen.